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+++ HPA-VR-Projekt gerät in die Diskussion +++ HPA verweigert öffentliche Auskünfte +++ 2-Klassen-PR der HPA-Pressestelle +++ HANSEVALLEY veröffentlicht Fragenkatalog +++ Aufforderung zur Beantwortung der relevanten Fragen +++

Die Hamburger Hafenbehörde hat einen engagierten Chief Digital Officer. Die HPA investiert in die Digitaliserung des Hamburger Hafen. Zugleich hat die Hamburg Port Authority eine verschlossene, teilweise ablehnende Pressestelle:

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Zunächst “verschimmelte” die offizielle Presseanfrage von HANSEVALLEY über eine Woche im Mailprogramm, ohne dass sie gelesen wurde. Auf Nachfrage reagierte der PR-Mitarbeiter “angezickt”. Sein Versprechen, nach 14 Tagen bis zum 23.01.2017 endlich eine qualifizierte Rückmeldung zu geben, brach er.

Die Ankündigung, den Wirtschaftssenator bei nächster Gelegenheit zur fragwürdigen Pressepolitik der Hafenbehörde zu befragen, setzte die Presseleiterin der HPA adhoc in Aktion. Am Ende wimmelte Sie die Anfrage mit allgemeinen Phrasen und alten Informationen zum “SmartPort” ab — an dem Tag, an dem Chief Digital Officer in den
“Hamburg News” über die Virtualisierung des Hafens berichtete:

Statement von HPA-Chief Digital Officer Sebastian Saxe in den “Hamburg News”:

“Virtual Reality im Hafen”

„Bei unserem derzeit wohl spannendsten Projekt geht es um die Frage, wie man Virtual und Augmented Reality in die Prozessabläufe im Hafen einbeziehen und nutzen kann.“ Mögliche Anwendungsszenarien seien zum Beispiel Planungsaufgaben im Hafen mit Virtual Reality zu unterstützen. Saxe: „So könnte man zum Beispiel die Planung einer neuen Köhlbrandbrücke im Hafen oder eines neuen Kreuzfahrtterminals simulieren, Beteiligte und Bürger einbeziehen und Erkenntnisse bei der Umsetzung frühzeitig berücksichtigen. Auch hier kooperieren wir mit der Universität.“

Sein Lieblings-Projektbeispiel dreht sich um das Thema Sturmflut. Die Arbeit im Team und die Abläufe erfolgten bislang noch ganz klassisch auf dem Papier. Beim Projekt PORTprotect werden diese Dinge nach und nach digitalisiert. So kann man die Lage seit kurzem an einem Multitouchtisch simulieren — was würde zum Beispiel passieren, wenn das Wasser in einer Stunde um 80 Zentimeter steigt? „PORTprotect ist der digitale Einstieg in den Katastrophenschutz“, so Saxe begeistert. „Das ist aber erst der Anfang und daher ist es auch mein Lieblingsprojekt“. Hier könnten zum Beispiel auch Drohnen eine wichtige Rolle spielen. Sie kann man zur Lagebeurteilung vor Ort aussenden und die Bilder direkt in der Leitstelle auswerten. — Nur ein Beispiel für zahlreiche Zukunftsprojekte.

Ablehnung von HPA-Pressechefin Sinje Pangritz gegenüber HANSEVALLEY:

“Bei dem Projekt, das Sie ansprechen, handelt es sich um einen Prototypen, der sich derzeit noch in einer sehr frühen, internen Entwicklungsphase befindet. Insofern ist es uns leider zum derzeitigen Stand nicht möglich, Details über Status, Budget etc. zu kommunizieren. Wir bitten Sie hier um Ihr Verständnis.”

Die “Mauermentalität” der “Presseverhinderungsstelle” führt uns zu dem Ergebnis, die unprofessionelle Situation öffentlich zu machen. Hiermit veröffentlichen wir unsere Fragen zum aktuellen Projekt der Hamburger Hafenverwaltung im Bereich Virtual Reality. Wir rufen Chief Digital Officer Sebastian Saxe auf, unseren Fragenkatalog soweit weit möglich zu beantworten und dafür Sorge zu tragen, dass Presseanfragen zu seinem Aufgabenbereich durch die verantwortliche Pressestelle künftig professionell berücksichtigt und beantwortet werden:

Die Virtualisierung des Hamburger Hafens

Übergeordnete Fragen:

  • Warum haben Sie ein umfassendes AR- und VR-Projekt zur Virtualisierung des Hamburger Hafens beauftragt?
  • Welchen Umfang hat das Projekt von Seiten des vergebenen Gesamtbudgets und der geplanten IT-Manntage?
  • Gibt es vornehmlich wirtschaftliche und/oder politische Interessen und wie lauten die Ziele der Stakeholder?
  • Welche Strategie steht hinter dem Projekt seitens Ihrer IT-Strategie- und Innovationsabteilung bei der HPA?

Spezifische Fragen:

  • Welcher bzw. welche Dienstleister haben Sie mit der Erarbeitung des umfangreichen Projekts beauftragt?
  • Welche Rolle spielt die Visualisierung von bestehenden Daten sowie bestehender Infrastrukturen der HPA?
  • Was umfasst das Projekt konkret an Leistungen in den Bereichen Augmented Reality und Virtual Reality?
  • Welche Rolle spielen digitale Endgeräte, wie Tablets, VR- und AR-Brillen bei der Nutzung der Ergebnisse?

Abschließende Fragen:

  • Welche Synergien erhoffen Sie sich aus den Ergebnissen des Projekts für die Arbeit der HPA-Fachbereiche?
  • Welche künftigen Schwerpunkte wird es mittel- und längerfristig in den Bereichen AR und VR bei der HPA geben?
  • Welche weiteren, neuen Schwerpunkte setzt Ihre Behörde im Themenfeld “Digitalisierung des Hamburger Hafens”?

Für Rückfragen stehen wir gern jederzeit unter den bekannten Kontaktdaten zur Verfügung. Die schriftlichen Antworten schicken Sie bitte an hamburg@hansevalley.de Wir behalten uns vor, die Digitalisierungsolitik der HPA bei Bedarf kritisch zu hinterfragen, wie es unsere Aufgabe als unabhängige Journalisten ist.

Originally published on Blogger

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Das Hanse Digital Magazin berichtet über die Digitalisierung in Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft Norddeutschlands — unter http://www.hansevalley.de/

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